Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft
Im Jahre 1984 fand zum ersten Mal die DTM statt. Die populärste internationale Tourenwagen-Rennserie begeistert Fans europaweit. Hier ein paar Highlights:
Bei der Premiere der Rennserie mit seriennahen Produktionswagen sicherte sich nach zwölf Meisterschaftsläufen Volker Strycek mit seinem BMW 635 CSi den ersten Titel. Damals traten BMW, Opel, Rover, Alfa Romeo, Ford, Audi und VW gegeneinander an.
1985 wurden die Karten neu gemischt. Während Volvo, Rover, Chevrolet, Mitsubishi und Nissan den Weg in die DTM suchten zog sich Audi zurück. 10 Hersteller fuhren in neun Läufen gegeneinander. Den Kampf um die Meisterschaft gewann Per Stureson in seinem Volvo 240 Turbo.
Audi beobachtete das Geschehen in der DTM wachsam und entschloss sich 1990 in die Tourenwagen-Rennserie zurück zu kehren. Auf Anhieb gelang es Hans-Joachim Stuck in seinem Audi V8 quattro den Titel an die Donau zu holen. Er setzte sich damals gegen Mercedes, BMW und Opel durch. Als erstem Hersteller gelang es Audi, den Titel zu verteidigen. Den sicherte sich 1991 Frank Biela, ebenfalls im Audi V8 quattro.
Am 24.05.1992 gewann Ellen Lohr in ihrem Mercedes 190E 2.5-16 Evo2 das Rennsport-Festival in Hockenheim. Dieser Sieg ist bis heute der einzige DTM-Rennsieg einer Frau.
Manuel Reuter holte 1996 in seinem Calibra V6 den Titel nach Rüsselsheim. Da die DTM ein sehr straffes Reglement besaß zogen sich Opel und Alfa Romeo zurück. Die Kosten für die technisch aufwändigen Klasse-1-Fahrzeuge waren einfach zu hoch. Ein trauriger Moment, da er das „Aus“ für die DTM bedeutete.
Von 1994 bis 1999 wurde der Super Tourenwagen Cup (STW) ausgetragen. Das Klasse 2-Reglement mit zwei Liter Hubraum wurde gut angenommen. Unter anderen nahmen Alfa Romeo, Audi, BMW, Ford, Nissan, Honda, Peugeot und Opel an der Serie teil. Das Reglement erforderte allerdings aufwendige Umbauarbeiten, die von außen leider nicht zu sehen waren. Die Rennwagen mussten so schmal wie Serienautos sein, dennoch musste der Platz für die großen Rennreifen geschaffen werden. Aufwendiges Umschweißen der Innenkotflügel war die Lösung für dieses Problem.
Im Jahre 2000 folgte dann das Comeback. Mercedes, Opel und Audi hauchten der DTM neues Leben ein. Nach neun spannenden Meisterschaftsläufen ging der Titel an Bernd Schneider (Mercedes-Benz CLK).
Bis zum Rückzug von Opel am Ende der Saison 2005 durften die Zuschauer viele packende Zweikämpfe erleben. Von den neun Meisterschaftsläufen fanden damals sieben in Deutschland und jeweils einer in Belgien, Tschechien, Niederlande und in der Türkei statt. Die Meisterschaft 1995 ging an Gary Paffett und seine AMG-Mercedes C-Klasse. Nach dieser Saison wechselte Gary Paffett in als Testfahrer in die Formel 1.
Die Saison 2007 wurde erst vor wenige Wochen zu Gunsten von Mattias Ekström (Audi A4 DTM) entschieden. In zehn Meisterschaftsläufen konnte sich Eki gegen seinen Markenkollegen Martin Tomczyk sowie dem Mercedes-Piloten Bruno Spengler durchsetzen. Glückwunsch