„Wir hatten zwei Beutel Gras, fünfundsiebzig Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, einen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ein ganzes Spektrum vielfarbiger Upper, Downer, Heuler, Lacher … sowie eine Flasche Tequila, eine Flasche Rum, eine Kiste Bier, einen halben Liter unverdünnten Äther und zwei Dutzend Poppers. Den ganzen Kram hatten wir in der Nacht zuvor zusammengerafft, auf einer wilden Höllenfahrt durch den gesamten Los-Angeles-Bezirk; von Topanga bis Watts griffen wir uns alles, dessen wir habhaft werden konnten. Nicht, daß wir das ganze Zeug für den Trip wirklich brauchten, aber wenn man sich einmal darauf einläßt, eine ernsthafte Drogen-Sammlung anzulegen, neigt man eben dazu, extrem zu werden.“ (Zitat aus der dt. Übersetzung)

Raoul Duke ist Sportjournalist und soll über das Off-Road-Rennen „
Mint 400“ in der Wüste bei
Las Vegas berichten. Dabei wird er von seinem skurrilen Anwalt Dr. Gonzo begleitet. Die beiden nehmen ihre Arbeit aber nur sehr am Rande wahr, wichtiger ist ihnen ihr eigener massiver
Drogenkonsum, während sie den
Amerikanischen Traum suchen. Die beiden steigen unter falschen Namen in Las Vegas ab (Raoul Duke ist eigentlich
Hunter S. Thompson, Dr. Gonzo eigentlich
Oscar Zeta Acosta). In der zweiten Hälfte des Buches besuchen sie in berauschtem Zustand einen Kongress von Bezirksstaatsanwälten zum Thema Drogen. „Fear and Loathing in Las Vegas“ ist eine radikale Abrechnung mit dem „American Way of Life“ sowie der Naivität der
Hippie-Generation und kann zudem als
Tripbericht gelten. Das Buch zeigt Rückblicke auf das Denken der Hippies und den verzweifelten Versuch, wieder in den besten Jahren des Lebens zu leben. Der eigentliche Zweck, den die Drogen in diesem Buch erfüllen, ist, dass Duke und sein Anwalt sie benutzen, um "der harten Realität der 70er" zu entfliehen. Dass dieser Fluchtversuch - und sein Scheitern - den wichtigsten Kerngedanken des Buches ausmacht, wird durch das
Motto deutlich, welches Thompson seinem Roman voranstellt: