Das Mitte des 19. Jhds errichtete Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Hier wurden Boxkämpfe ausgetragen, später zog ein feudaler Kinopalast ein. Dieser war in den 50er und 60er Jahren als Kaiserkino und Kaisersaal weit über die Grenzen Neumarkts bekannt. Als Discothek wird das Gebäude seit Anfang der 70er Jahre genutzt. Bereits 1972 wurde im "Nightclub" und später im "Broadway", in plüschiger Atmosphäre, kräfig das Tanzbein geschwungen.
Mitte der 90er Jahre wurde dem Bau durch den Architekten Johannes Berschneider ein ganz neues Outfit verpasst: Gerade Linien und ein gelungener Materialmix aus Stein, Stahl, Glas und Holz prägen die 350 qm großen Räumlichkeiten. Das Mauerwerk wurde an einigen Stellen freigelegt, die ursprüngliche Raumhöhe von 5,50 m wiederhergestellt, die Wände sind rot gestrichen, indirekte Beleuchung taucht das langgestreckte Innere in ein warmes Licht - es herrscht wahre Clubatmosphäre.
Eine Wendeltreppe führt zur kleinen Cafe-Bar mit Überblickgarantie. Hier befand sich einst der Raum des Filmvorführers und man kann immer noch nostalgisches Logenfeeling erleben. An die Kinozeitern erinnert noch die Lichtkuppel. Nach und nach wurden durch neue Pächter viele zusätzliche Elemente, wie eine große Videoleinwand, eine moderne Lichtanlage oder eine Zusatzbar mit Überdachung geschickt in das Raumgefüge eingepasst.
Heute liegen die Stärken des Clubs nicht nur in der einzigartigen Atmosphäre, sondern auch in einer abwechslungsreichen Konzeptgestaltung. Das Publikum ist bunt gemischt, der jugendliche "HipHop-er" ist ebenso vertreten wie junggebliebene Mittdreißiger. Seit 1996 ist das "Berlin" nunmer ein fester Bestandteil des Neumarkter Nachtlebens und wird es in Zukunft auch weiterhin bleiben!